CDs, Empfehlungen - 1 -

Beginnen möchte ich mit der Vorstellung der Reihe "The Masters of Tango", die das Französische Label Le Chant du Monde 2012/2013 herausgegeben hat.

 

Zu dieser Reihe ein paar stichwortartige Bemerkungen vorab: 

  • aufwändig gemachte Serie mit ansprechend gestalteten Covern
  • für jeden Interpreten eine eigene Illustration von Bruno Vacaro, 24-seitiges Booklett, Infotexte in Französisch, Spanisch und Englisch (je 6 Seiten), saubere und detaillierte Titellisten, Angabe von Orchester, Sänger, Komponist/en, Aufnahmedatum, Stadt. 
  • „Le Chant du Monde“ wurde 1938 ins Leben gerufen – sie ist die älteste Musik-Aufnahme und -Publikationsfirma Frankreichs
  • Schwerpunkt der Reihe: die 40er Jahre
  • Mit dem gewählten Quell-Material wurde auf gute Weise und mit Augenmaß gearbeitet.
  • die Tänzer werden das überwiegend ausgewogene Klangbild der Stücke schätzen 
  • bei den allermeisten Titeln sehr gute Hörbarkeit von einzelnen Instrumente und Instrumentengruppen
  • jedes Album bietet 25 Titel (bei 12 Alben sind das 300 Tangos)

Wer sich eine kleine private Sammlung zulegen mag, findet hier eine gut produzierte Reihe mit einem breiten Spektrum an Interpreten. Einen Überblick über die Vielfalt an Orchestern und Epochen kann und will diese Reihe nicht bieten, wohl aber einen sortierten Einblick. Und: Für Neulinge kann sie ein guter Einstieg sein. 

 

Die CDs/Alben sind im Kiosko der Tangodanza erhältlich - und ebenso auch bei den bekannten Stores und Portalen.

Interpret: Carlos Gardel | Album: So Soy Así
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

Gardel war einer der ersten internationalen Stars des Tango. Seine Aufnahmen belegen deutlich, dass es im Tango auch eine Zeit vor dem Bandoneón gab, in welcher die Gitarre eine tragende Rolle spielte. Diese Kompilation bietet Aufnahmen von 1927 bis 1933 in klanglich sehr guter und ausgewogener Qualität - was leider nicht so oft zu finden ist. Für mich sind davon 22 Titel neu, was damit zusammenhängt, dass ich bislang Tangos vorrangig für die Tanzfläche kaufe. Für Liebhaber des gesungenen Gitarrentangos lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die Track-Liste, was ebenso für Tangofreunde gilt, die anfangen, Tangos zu sammeln und an der Entwicklung von Interpretationen verschiedener Titel über die Dekaden hinweg interessiert sind. Die Version von „Mi Noche Triste" auf diesem Album ist die beste, die ich bislang bekommen konnte. Bei zwei Titeln wird die Mühe in der Restauration mit stark "pumpenden" Wellen im Höreindruck bestraft: „Esta Noche Me Emborado" und „Ventarron".

 

Fazit: ++++ | mehr zum Hören, als zum Tanzen, editorisch interessant für Einsteiger, überwiegend sehr guter Klang | Voc.-Anteil: 25

Interpret: Jullio de Caro | Album: Tierra Querida
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

Das Album „Tierra Querida" stellt 25 Aufnahmen aus den Jahren 1927 bis 1953 zusammen, interessanterweise in chronologisch umgekehrter Reihenfolge. In meiner Sammlung finde ich 23 der insgesamt 25 Titel, bei denen sich im Vergleich klanglich so gut wie keine hörbaren Unterschiede feststellen lassen, was bedeutet, dass diese Titel in gleicher Qualität auch auf anderen (älteren) Produkitonen zu finden sind und das Quellmaterial nicht extra bearbeitet wurde.
De Caro gilt gemeinhin als Evolutionär des Tangos, der durch Arrangements dem Tango seiner Zeit mehr Variabilität aber auch mehr Komplexität verliehen hat. In seinem Orquesta Típica spielten neben weiteren De Caro Brüdern beispielsweise auch Pedro Maffia und Pedro Laurenz. Die spezielle Art und Weise, die gewachsene Struktur des Tangos grundsätzlich zu respektieren und dennoch kreativ weiter zu entwickeln zieht sich bis zu Pugliese durch, der wiederum drei Jahre lang im Ensemble von Maffia am Piano saß.

„Quejas de Bandoneón" ist die älteste Aufnahme dieses Silberlings und rumpelt leider sehr stark, „Gallo Ciego" hingegen ist so stark gefiltert, dass ich die beiden nicht nacheinander auflegen würde. Die Aufnahmen ab 1949 kommen mit 110 bis 124 bpm (Schlägen pro Minute) ganz gemütlich daher.
De Caro wurde in meiner Tango-Jungend recht selten gespielt – dennoch findet der DJ hier mit „Mi Dolor" auch einen echten Ohrwurm.

 

Fazit: ++++ | guter Klang, komplex aber tanzbar | Voc.-Anteil: 2 Titel

Interpret: Francisco Canaro | Album: Champagne Tango
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

Das Canaro-Album bietet ausschließlich instrumentale Tangos, die mit zwei verschiedenen Orchestern aufgenommen wurden: von 1937-50 mit dem Quinteto Don Pancho und von 1950-62 mit dem Quinteto Pirincho. Obwohl meine Canaro-Sammlung schon recht umfangreich ist, gesellen sich hier 17 neue Aufnahmen hinzu. Das wiederum kommt daher, dass mich grundsätzlich der späte Canaro der Pirincho-Zeit nicht so angesprochen hat. Positiv: Die Aufnahmen aus den 30er kommen ohne den dumpfen Eindruck manch anderer Produktion aus. Gut gefallen mir „Gloria" – ein typischer Canaro dieser Zeit mit viel Herz – und aus den 50ern „La Maleva" und „Tana Linda" mit ihren besonders gelungen Arrangements. Der Brillanz in den Höhen beraubt wurde leider dann doch „Quejas de Bandoneón".


Fazit: +++++ | wunderbar tanzbar, guter Klang, präsente Höhen

Interpret: Juan D'Arienzo | Album: El Simpático
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

D'Arienzo gehört - mit Troilo, Di Sarli und Pugliese - zu den Großen Vier Orchesterleitern. Von ihm, dem König des Rythmus, wurden hier instrumentale Aufnahmen von 1941 bis 1961 zusammengestellt - ein Zeitraum, in dem D'Arienzo sehr viel aufgenommen hat, oftmals auch viel Ähnlichklingendes und teilweise auch recht treibende Interpretationen. Bemerkenswert: Hier ist es dem Musikredakteur gelungen, echte Schmankerln zusammenzustellen, mit klarem Rhythmus, wie man es vom Meister kennt: „El Resero", „El Romantico", „Don Alfonso", „El Pollo Ricardo" und „Julie". Ausgesprochen gut ist die Restauration von „La Maleva" gelungen – recht dumpf klingt dagegen „Poco y Bueno".


Fazit: +++++ | gut tanzbar, gelungene Auswahl, guter Klang

Interpret: Aníbal Troilo | Album: Tres y Dos
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

Troilo spielt ähnlich wie Laurenz – interessanterweise sind beide orchesterleitende Bandoneónisten – sehr variations- und facettenreich bei munterem Grundtempo zw. 120 und 130 Schlägen pro Minute. Im Unterschied zu Laurenz hat Troilo sehr viele Titel einspielen können - so ist hier die Auswahl an instrumentalen Aufnahmen zwischen 1941 und 1949 recht begrenzt, eignet sich aber gut zum Tanzen. Eine Auffälligkeit bei vielen herkömlichen Troilo-Produktionen sind die schon fast klirrenden Höhen - bei manchen Stücken wurde versucht, dies etwas zu entschärfen, was bei „Bien Porteño" leider nicht gelungen ist. Auf dieser Zusammenstellung begeistern mich die Versionen von „Fuegos Artificiales", „Color De Rosa", „El Africano", „Bienvenida", „Tres Y Dos", „Buen Amigo", „La Revancha" und „Ojos Negros". Eine weitere Besonderheit ist „Quejas de Bandoneón", welches hier ohne den saalfüllenden Hall manch anderer Produktion sehr sympathisch klingt.

 

Fazit: +++++ | gut tanzbar, überwiegend guter Klang

Interpret: Carlos Di Sarli | Album: Bahia Blanca
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

Der instrumentale Di Sarli ist bekannt – da er gerne für Unterrichtszwecke verwendet wird – der klare Compas und das ruhige „laid back"-Feeling ab Mitte der 40er lassen vergleichsweise wenig Stress aufkommen. Auch bei Di Sarli empfinde ich ab dieser Dekade die Energie eher gehalten als angetrieben. In den frühen 40ern spielte er dagegen recht flott, im Vergleich mit seinem späteren Stil wirkt das sogar etwas nervös.
In meiner Sammlung sind alle 25 Aufnahmen schon vorhanden – die vorliegende Zusammenstellung kann für Tangofreunde interessant sein, die noch nicht viel von „dem Mann mit der Sonnenbrille" haben. Zu bemerken ist noch, dass alle Aufnahmen instrumental sind, was etwas schade ist.
Besser als meine schon vorhandenen Aufnahmen klingen „Comme il faut", „Milonguero Viejo" und „La Cumparsita". Die Aufnahme von „El Once" wurde im Booklet versehentlich älter gemacht, als sie tatsächlich ist – sie stammt von 1954 (statt von 46).

 

Fazit: +++++ | gut tanzbar, sehr guter Klang, leider ohne Sänger

Interpret: Ricardo Tanturi | Album: La Vida es Corta
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

Tanturi gehört zu den Orchesterleitern, die mit einem klaren Compas (Takt, Rhythmus) spielen. Hier finden sich 25 Aufnahmen von 1941-47 – davon 23 gesungene Tangos. A. Castillo hat von 1934-43 bei Tanturi gesungen – 11 Aufnahmen davon sind auf dieser Compilation zu hören. Danach bekam E. Campos aus Uruguay die Chance, Castillos Platz auszufüllen, was ihm mit seinem eigenen Stil auch gelang und mit 5 Titeln belegt ist. Die Titel sind im Vergleich zu anderen Produktionen sehr stark gefiltert, um das Shellack-Knistern zu unterdrücken – dennoch leiden die Stimmen von Castillo u. Campos nicht darunter. Die Tangos sind gut zu hören, klingen fast alle ausgewogen und transparent.
„Noches de Colon" leidet leider unter den starken EQ- und Filter-Eingriffen, ebenso wie „El Moro", ... „Barajando Recuerdos" dagegen hüpft hier laufend in der Stereo-Balance umher, was sehr störend wirkt.
Sehr gut gefallen mir „Recuerdo Malevo", „Callejero", „Bailongo de los Domingos" (welches bei 0:30 und bei 2:12 mit jeweils einer halben Phrase die Cumparsita zitiert) und „Barrio Viejo" mit einem sehr schönen Duett von Campos/Videla – überhaupt singt Videla bei diesen ausgewählten 6 Stücken, für mein Empfinden, sehr schön!

 

Fazit: +++++ | sehr gut tanzbar, rhythmisch und melodiös, überwiegend sehr guter Klang | Voc.-Anteil: 23 Titel

Interpret: Pedro Laurenz | Album: Patria Mía
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

Laurenz ist ein Spezialfall: Seine Spielweise begeistert vor allem fortgeschrittene Tänzer. Leider gibt es im Vergleich zu anderen Orchestern recht wenige Einspielungen. Die Aufnahmen dieser Zusammenstellung, nahezu alle in wirklich guter, ausgewogener Klangqualität, stammen aus den Jahren 1937 bis 1944 und eignen sich bestens für die Piste. Sehr gut gefallen haben mir hierauf „No Me Extraña", „Desconsuelo", „Veinticatro de Agosto" und besonders „Que Nunca Me Falta". Bei „Al Verla Pasar" ist leider eine Übersteuerungsverzerrung hörbar, die vielleicht als störend empfunden werden kann.


Fazit: +++++ | gut tanzbar, guter Klang | Voc.-Anteil: 23 Titel

Interpret: Ángel D'Agostino | Album: Café Dominguez
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

Die „Los Ángeles" – Ángel D'Agostino mit dem Sänger Ángel Vargas – sind zweifelsohne eines der bedeutendsten „Tango-Tandems", bei den Tänzern jedoch unterschiedlich beliebt. Grundsätzlich kann man mit den beiden die Tanzfläche nicht pushen - eine „Ángeles-Tanda" ist eher geeignet, die Energie zu halten oder gar, diese subtil zu verfeinern. Ich habe von 25 Aufnahmen 18 in meinem Fundus entdeckt. Sowohl in der Qualität als auch in der Dokumentation hapert es etwas bei „Un Copetin" (da wurde das Aufnahmejahr verwechselt – 1941 statt 1952), „Cuando Se Ha Querido Mucho" (heftiges Klirren im Klavier), „Mano Blanco" (in Tempo und Höhe verändert) und „Trasnochando" (ist so stark gefiltert, dass es ungangenehm auffällt).
Gut gefallen mir dagegen „Shusheta", das schön eingespielte „Palais De Glace" und „Adiós Arrabal". Insgesamt eine ordentliche Produktion - in die reinzuhören, ich einem Neueinsteiger immer empfehlen würde - für die es inzwischen auf dem Markt aber auch gute Alternativen gibt.

 

Fazit: ++++ | überwiegend guter Klang | Voc.-Anteil: 24 Titel

Interpret: Osvaldo Fresedo | Album: Una Gota de Rocio
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

Osvaldo Fresedo gilt als einer der experimentierfreudigsten Komponisten und Orchesterleiter. Zudem war er als Musiker und Orchesterleiter sehr lange aktiv. Die hier zusammengestellten Aufnahmen stammen aus den Jahren 1942 bis 1957 – klingen aber viel moderner. Sehr früh schon setzte Fresedo elektrische Orgel und Schlagzeug ein. Klanglich fallen ein paar Stücke etwas aus der Reihe, ohne schlecht zu sein – bei manchen ist zudem die Stereo-Verteilung etwas rechtslastig. Die meisten Tangos dieser Auswahl kommen kaum über 120 Schläge in der Minute, sind somit etwas ruhiger, dafür aber außergewöhnlich romantisch-melodiös angelegt. Ob und zu welcher Zeit sich eine Fresedo-Tanda mit diesen Titeln und ihrer feinfühligen Energie eignet, wird der aufmerksame DJ mit Sorgfalt entscheiden. Zu den Stücken, die mir gut gefallen gehören „Al Cerrar Los Ojos", „Cosas Viejas", „Uno", „Noches Largas" und „El Once". Zu erwähnen währe zudem diese Besonderheit: mit „Para Lucirse", „Prepárense" „Contratiempo" und „Triunfal" interpretiert Fresedo Kompositionen von Piazzolla in einer Weise, die für mich irgendwo zwischen Piazzolla und Pugliese angesiedelt ist und heute dem "nuevo"-Bereich zugeordnet werden.

 

Fazit: ++++ | interessante Zusammenstellung, tanzbar mit besonderer Energie, recht guter Klang | Voc.-Anteil: 13 Titel

Interpret: Osvaldo Pugliese | Album: La Yumba
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

Bei Maestro Pugliese meldet meine Mediathek bei den 25 Instrumental-Aufnahmen aus den Jahren 1948-1958 13 Übereinstimmungen mit vorhandenen Titeln ... 12 sind neu – für mich eine gelungene Mischung! Puliese in dieser Dekade ist ein Grenzfall und wird von den Einen "noch" und den Anderen "nicht mehr" zur Goldenen Epoche (ca. von Mitte 1930 bis Mitte 1950) gezählt. Bei einer gemischten Milonga (mit traditionellen und modernen Tangos) ist der Einsatz dieser Stücke kein Problem. Bei einer traditionellen Milonga ist auf jeden Fall etwas Aufmerksamkeit und Sensibilität bei der Auswahl und dem Einsatz der Stücke angezeigt.
Auf diesem Album sind die Pausen recht konstant 4 Sekunden lang, die Zusammenstellung bietet insgesamt eine gute Qualität mit einem ausgewogenen, transparenten Klangbild. Manche Mono-Aufnahmen wurden im Laufe der Jahe auf Stereo mit künstlichem Hall getrimmt – was leider selten zu Verbesserungen führte.
Sehr gut gefallen mir „Negracha", „Chuzas", „Pinta Brava", „De Florea" (klingt sehr natürlich), „Bien Milonga", „El Refrán", „El Embrollo", „La Rayuela" und „A Roberto Peppe". „Nochero Soy" und „Pata Ancha" haben den schon beschriebenen Hall und passen mit „Yunta De Oro" und „La Bordona" tendenziell in den Nuevo-Bereich.

 

Fazit: +++++ | überwiegend sehr guter Klang, je nach Präferenz gut tanzbar

Interpret: Astor Piazzolla | Album: Bandó
Label: Le Chant du Monde | Serie: „The Masters of Tango"

 

Viele glauben, dass letztlich die Musik Piazzollas den Tango international am Leben erhalten und wieder nach Europa gebracht hat. Wenn es um den Tanz geht, zählt dieser Verdienst nicht viel – da ist Piazzolla höchst umstritten und wird nur von Nuevo-Freunden geliebt.
Diese Compilation bietet 25 instrumentale Aufnahmen von 1955 bis 1961. Die Aufnahmen der ersten 13 Titel wurden alle im Winter bis Frühjar 1955 in Paris gemacht, eine Periode in der insgesamt 16 Titel mit Piazzollas „Orquesta de Cuerdas" aufgenommen wurden ... bis auf 3 Titel sind hier alle in einer sehr guten Qualität zu hören. Ab 1957 stammen die Aufnahmen dieser Auswahl aus Buenos Aires oder Montevideo mit verschiedenen Formationen – obwohl jünger, fällt bei der Mehrzahl dieser Aufnahmen vom Rio de la Plata die Qualität leider leicht ab. Richtig überrascht und sehr erfreut war ich über 23 Aufnahmen, die sich bislang nicht in meinem Fundus befanden.
Mit „Noniño" klingt hier praktisch eine Vorversion von „Adiós Nonino" an, welches Piazzolla nach dem dem Tod seines Vaters geschrieben hat - welches wiederum nach „Libertango" zu einem seiner berühmtesten Titel wurde und mir auf diesem Sampler richtig gefällt. Bei „Guardia Nueva" – ebenso ein sehr schönes Stück – klingt zu Beginn und zwischendurch kurz eine thematische Sequenz an, die ich bei Mariano Mores „Tanguera" breit auskomponiert wieder entdecke. Überhaupt gefallen mir die Pariser Aufnahmen – besonders „Rio Sena" – alle sehr gut zum Hören, was für mich schon den Kauf dieser Scheibe rechtfertigt.

 

Fazit: +++++ | überwiegend guter Klang, gut tanzbar für Nuevo-Freunde

Letzte Aktualisierung: 2014-10-29

DJ-Salzer

Musicalizador, Tango-DJ

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